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Mittwoch, 10. Oktober 2012

Die wirbelsäulenstabilisierende Muskulatur bei Läufern

Schmid et al / 

Zusammenfassung

Eine gut ausgebildete wirbelsäulenstabilisierende Muskulatur bedeutet im Laufsport Verletzungsprophylaxe von Rückenbeschwerden (Denner 1998) und Leistungsreserve (Sommer 1998).

Neben diesen bekannten Vorteilen einer starken Rumpfmuskulatur im Laufsport sind jedoch die Auswirkungen des Laufens auf den Funktionszustand dieser Muskelgruppen noch unbekannt. Um den muskulären Funktionszustand der Rücken- und Bauchmuskulatur zu analysieren, wurden 75 männliche beschwerdefreie Läufer im Alter zwischen 30 und 59 Jahren hinsichtlich der isometrischen Maximalkraft ihrer Rumpfextensoren und -flexoren untersucht und mit beschwerdefreien untrainierten Personen verglichen.

Die 40- bis 49-jährigen Läufer zeigen für die isometrische Maximalkraft der Rumpfextensoren signifikant schwächere Werte als die Referenzgruppe. In den anderen Altersklassen (30- bis 39-Jährige und 50- bis 59-Jährige) gibt es bezüglich der isometrischen Maximalkraft der Rumpfextensoren und -flexoren keine signifikanten Unterschiede zu den Referenzwerten.
 Ebenso keine signifikanten Unterschiede zeigen die Maximalkraftwerte der Rumpfextensoren und -flexoren bei Läufergruppen mit unterschiedlichen Wochentrainingsumfängen von bis zu 40 km pro Woche bzw. über 40 km pro Woche.

Daher kann geschlussfolgert werden, dass das Lauftraining keinen adäquaten Trainingsreiz auf die Rumpfmuskulatur bewirkt und somit für Läufer ein separates Trainingsprogramm der rumpfstabilisierenden Muskulatur notwendig ist, um einwirkende Kräfte auf passive Strukturen des Stütz- und Bewegungsapparates und hier insbesondere der Wirbelsäule besser kompensieren zu können.


Quelle:  https://www.thieme-connect.com/ejournals/abstract/10.1055/s-2002-32677






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Freitag, 20. April 2012

Die Rumpfmuskulatur



Die Rücken- und Rumpfmuskeln arbeiten in Muskelschlingen, die den Rumpf wie ein Korsett stützen und vor Verletzungen schützen und Schmerzen vorbeugen.

Grundsätzlich ist es so, dass jede größere, nicht isolierte Bewegung Ihren Ursprung im Rumpf, der Körpermitte hat. 

Der Rumpf ist das Zentrum des Körpers. Der Rumpf sorgt für Stabilität bzw. sollte – spätestens nach einigen Wochen Training - für Stabilität sorgen.

Der Rumpf, die Körpermitte oder Körperzentrum /Core, ist sowohl die stabile Basis wie auch der Ort für den oder die Bewegungsimpulse.

Rumpfstabilität sorgt für eine verbesserte Verletzungsprophylaxe und verbessert insgesamt die Mobiliät. Der passive Stützapparat wird entlastet.

Die Körpermitte / Core ist das eigentliche Zentrum für die meisten Bewegungen bzw. Bewegungsmuster. 

Eine adäquat auf trainierte Rumpfmuskulatur verteilt die Belastungen in Training und Alltag (Sitzen) besser. Sie stabilisiert die Wirbelsäule. Äußere Kräfte können besser aufgefangen werden. 

Die großen Rumpf- und Rückenmuskeln sind vor allem zuständig für Bewegungen und für die Stützfunktion, während die kleinen tief gelegenen Muskeln (z.B m. Multifidus) die Wirbelsäule (lokal) stabilisieren

Rumfpmuskeln müssen gezielt trainiert werden. Dies ist durch ein Ausdauertraining (alleine) nicht möglich.  




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